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"Ausbruch einer Borderlinerin"
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"Ausbruch einer Borderlinerin"
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Stimmen zu
"Ausbruch einer Borderlinerin"
Rezension aus der Pro Mente Sana, Fachzeitschrift aus der Psychiatrieszene Schweiz, Ausgabe 2/2010
Noch nicht lange ist es her, als die Diagnose Borderline vor allem vor den Kopf stiess. Behandler
griffen oft in Not und Überforderung danach, Betroffene und Angehörige standen
dem Begriff letztlich hilflos gegenüber. Was nun? War meist die Frage, und: Was heisst das
jetzt? Nicht zu letzt dank Erfahrungs-Berichten von Betroffenen wie diesem ist uns heute
vieles klarer geworden, was das Fühlen, Denken und Verhalten Betroffene r anbelangt und
die angepassten Therapien verlaufen gezielter und strukturiert. Die Autorin gibt uns gleich
auf mehreren Ebenen Einblick in ihr ganz persönliches Kranheitserleben und dessen Verlauf.
Zum einen vermittelt Sie Rückblicke in ihre Kindheit und sucht nach den Ursachen ihrer späteren
Verletzlichkeit. Von aussen betrachtet unauffällig spielen sich bereits in der kindlichen
Mädchenseele kleine und grosse Dramen ab. Die Eltern, eine Psychologin und ein Psychologen,
die beide in der Berufsberatung tätig sind, vermögen dem Kind nicht zu geben, was es
so dringend bräuchte. Die Autorin vermisste Wärme, Nähe, Geborgenheit. Vor allem der
Vater litt selber an Depressionen, aber auch von der Mutter fühlte sich die Tochter nicht verstanden,
getragen und beschützt. Verschiedenste Ängste und eine tiefe Einsamkeit prägten
die Kindheit und auch ihre Jugend. Die Autorin fand schliesslich in der Jugendzei t etwas Halt
im christlichen Glauben und Geborgenheit in der Jungschar. Doch ganz im Stillen geriet sie
dadurch in quälende innere und auch ausgetragene Konflikte mit den Eltern. Doch noch immer
lief das Leben der Autorin äusserlich „unauffällig“. Sie beschreibt den „beinahe normalen“
Gang der Dinge, wie sie ihren Ehemann kennen lernte, eine Ausbildung zur Krankenschwester
machte, Kinder bekam. Für den Leser, die Leserin gut nachvollziehbar schildert
die Autorin dann, wie sie sich immer stärker überfordert fühlte, an die Grenzen ihrer Belastbarkeit
geriet und erste akute Symptome psychischer Not entwickelte. Es folgten harte Jahre
akuter Erkrankung, geprägt von Klinikaufenthalten und Veränderungen im nächsten sozialen
Umfeld. Sehr offen schildert die Autorin ihr für Aussenstehende oft kaum nachvollziehbares
Verhalten, ihre inneren Nöte, welche dazu führten, und ihren Kampf mit sich selber. Es gelingt
ihr, gut verständlich und ganz persönlich gehalten aufzuzeigen, welche Mittel ihr bei der
Genesung halfen, wie sie Erkenntnis um Erkenntnis besser mit sich selber umgehen lernt.
Deutlich wird auch, wie viel Motivation, Kraft und Ausdauer die Autorin aufbrachte, um Schritt
um Schritt wieder in ein geregeltes Leben zurück zu finden. Und wie viel Verständnis in ihrem
nahen Umfeld und Unterstützung von professioneller Seite dazu beigetragen haben,
dass diese Erkrankung zu einer Krise wurde, welche rückblickend neben aller Härte und allem
Leiden, auch eine sinnvolle Seite hat und zu einer beeindruckenden Reise zu sich selber
Ausbruch einer Borderlinerin
Eine Frau gibt Hoffnung
Belletristik - Borderline - Psychologie - Neuerscheinungen
Tanja wacht auf, neben ihr ein Gummisessel und eine verkratzte weiße Wand. Sie erinnert sich wieder an die Geschehnisse der letzten Tage: Angstzustände, Panikattacken, innere Leere, der Griff zur Schere, der Anruf beim Psychiater, Schreien, Toben, unbändige Wut. Schließlich die Einweisung in die geschlossene Abteilung der psychiatrischen Klinik. Es ist nicht das erste Mal.
Tanja Rieder, damals 26 Jahre alt, Ehefrau und zweifache Mutter, erhält die Diagnose Borderline-Persönlichkeitsstörung. Geprägt von inneren Spannungen, extremen Stimmungsschwankungen, schweren Depressionen bis hin zu Selbstverletzungen, wirken ihre Verhaltensmuster, wie die anderer Betroffener, oftmals paradox. Rückblickend schildert die Autorin ihre Erlebnisse und Erfahrungen mit dem Borderline-Syndrom, die sie selbst und ihre sozialen Beziehungen beinahe zerstörten. Sehr persönlich beschreibt Frau Rieder die Höhen und Tiefen der Krankheit, den langen Leidensweg, den sie und ihre Angehörigen seit ihrer frühen Jugend gehen mussten - und die ersten Schritte in ein normales Leben. Den schwierigen Ausbruch aus ihrer Krankheit dokumentieren Tagebucheinträge, Briefe Angehöriger und Gutachten ihres langjährigen Psychiaters.
Ziel der Autorin ist es, andere Betroffene zu ermutigen, sich mit ihrer Krankheit auseinanderzusetzen und zu lernen, damit umzugehen. Das Buch soll Mut machen und Betroffenen dabei helfen, sich selbst besser zu verstehen.
Tanja Rieders autobiographische Erzählung ist ein schonungsloser Selbsterfahrungsbericht über eine zerstörerische Krankheit. Doch nicht zuletzt gibt sie Hoffnung, der Borderline-Spirale zu entkommen. Dies ist die Geschichte einer Frau, die es geschafft hat!
ISBN: 978-3-939586-10-4
Bindung: broschiert
Seitenanzahl: 96
Erscheinungsjahr: 2008
Auflage: 1
Versandkostenfrei innerhalb Deutschland
Pflegefachfrau ist geschieden und hat 2 Kinder. Mit 26 Jahren erhält sie die Diagnose Borderline-Persönlichkeitsstörung.
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